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Interesse an Elektromobilität steigt

Datum: 14.09.2017

5. Hohenloher Energieabend gibt vielfältige Einblicke

Die Elektromobilität rückt aktuell immer mehr in den Fokus. So stand auch der fünfte Hohenloher Energieabend Anfang September ganz im Zeichen dieser vermeintlich neuen Technologie. Eingeladen hatte die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T), das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises und die Energieagentur Hohenlohekreis (E-HO). Veranstaltungsort war das EnBW Regionalzentrum Neckar-Franken, auf dessen Außengelände auch eine kleine Ausstellung mit verschiedenen Elektroautos und Ladesäulen von Händlern aus der Region präsentiert wurde.
„Elektromobilität funktioniert auch hier bei uns im Ländlichen Raum“, so Dr. Wolfgang Eißen, Dezernent für den Ländlichen Raum, bei der Begrüßung der rund 100 Gäste.
Wo der Hohenlohekreis derzeit beim Thema Elektromobilität steht, zeigte Manuel Döhler vom Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises auf. So sind im Landkreis bei rund 110.000 Einwohnern aktuell 80.035 PKW´s zugelassen, 338 davon haben einen Elektroantrieb. In den letzten Monaten sei eine stark ansteigende Tendenz des Umstiegs auf Elektrofahrzeuge zu verzeichnen, berichtet Döhler.
Einblicke in den Stand der Technik bei der Elektromobilität gab Hubert Maierhofer von der Denkfabrik C.A.R.M.E.N. e.V. aus Straubing. Neben einem Überblick über die Ladeinfrastruktur, Batterien, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Reichweiten brachte er aber vor allem eine Erkenntnis mit nach Öhringen: „Die meiste Zeit steht das Auto in der Garage“. Wie der Strom in das Auto komme, sei daher ein zentrales Thema, welches gut mit Erneuerbaren Energien abgestimmt werden könne. Es sei wichtig, Erneuerbare Energien untereinander geschickt zu bündeln. Praktische Erfahrungen mit einem ganzen Fuhrpark von Elektroautos hat der Energieversorger EnBW. Wie Tobias Sailer vom EnBW Vertriebsmanagement berichtete, wurde die eFlotte im Juli 2016 sogar mit 50 neuen VW eGolf verstärkt.
Beim Hohenloher Energieabend wurden aber auch Erfolgsgeschichten aus dem Hohenlohekreis präsentiert. Dieter Volkert von Jukatan Umwelttechnik aus Öhringen ist seit Jahrzenten ein begeisterter Fahrer von Elektrofahrzeugen. Er erinnerte daran, dass die Geschichte der Elektromobilität bereits vor über 125 Jahren mit dem ersten Auto von Ferdinand Porsche begann. Nach Volkert bietet sich ein Elektroauto vor allem als Zweitwagen oder zur gemeinsamen Nutzung an. So wurde beispielsweise in Kupferzell-Füßbach ein eigenes Car-Sharing-Modell mit zwei Elektroautos entwickelt.
Zum Abschluss des Energieabends bedankte sich Sebastian Damm, der als Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis auch für das Thema Klimaschutz zuständig ist, bei allen Gästen und Referenten. „Uns war es wichtig, über den aktuellen Stand der Elektromobilität zu informieren sowie Ängsten und Vorurteilen fachlich zu begegnen“, unterstrich Damm. Der Hohenloher Energieabend war dafür eine ideale Plattform.

Weitere Informationen:
Die Vorträge des Hohenloher Energieabends stehen auf der Homepage der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber unter www.bioenergie-hot.de zum Download bereit.
Eine Übersicht über die öffentlich zugänglichen Ladesäulen ist online bei dem Verein Elektromobilität Heilbronn-Franken unter www.emobil-heilbronn-franken.de eingestellt. Weitere Informationen zum Förderprogramm für Elektromobilität gibt es unterwww.bafa.de.

Bildüberschrift:
Gut besucht war der fünfte Hohenloher Energieabend zum Thema Elektromobilität. Ein Highlight war die Ausstellung mit verschiedenen Elektroautos und Ladesäulen.

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