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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz Ackerbau

Datum: 18.09.2018

Winterraps:

  • Sollte es am Wochenende wirklich      regnen, unbedingt auf Schnecken      achten. Es ist erstaunlich, aber die Schnecken haben die Trockenheit überlebt.      Südlich von Stuttgart mit mehr Niederschlag, hat es schon Schäden an Raps      gegeben.
  • Von den Landkreisen Main-Tauber und      Rhein-Neckar wird von erheblichen Schäden durch Rapserdfloh berichtet. Die warmen Temperaturen der Luft und      des Bodens sind ideal für den Schädling. Unbedingt die Schläge      kontrollieren. Die Pyrethroide sollten am Morgen bei kühleren Temperaturen      appliziert werden.
  • Kerb flo hat zwar eine Wirkung gegen      Ausfallgerste, aber bei dem zum Teil massiven Auflauf ist ein      Gräserherbizid notwendig. Konkurrenz durch Ausfallgetreide schädigt den      kleinen Raps enorm. Wichtig: Gegen      Gerste gibt es noch keine Resistenzen.
  • Sind mindestens 15 Pflanzen/m²      vorhanden, hat der Raps eine Chance und es sollte eine frühzeitige      Herbizidapplikation erfolgen. Optimal wäre die Applikation auf feuchten      Boden mit nachfolgendem Niederschlag. Die Witterung an diesem Wochenende      könnte die Voraussetzungen bieten?

 

Wintergerste nach Mais:

Es hat in den letzten Wochen sehr unterschiedlich geregnet. Auf der Kocher Jagst Ebene Wetterstation Ingelfingen waren es von 1. Juni bis heute 60 mm, während es in Öhringen an der Wetterstation, im selben Zeitraum 130 mm waren. In der Regel wurden die Maisflächen bisher mit der Scheibenegge bearbeitet, die nur sehr wenig Mischwirkung hat, dadurch sind in den Markungen mit wenig Niederschlag bei einer Saat ohne Pflugfurche Schäden an Gerste durch die Maisherbizide nicht auszuschließen. Es sind nicht nur die Sulfonylharnstoffe, auch das eventuell eingesetzte Terbutylazin hat eine Gräserwirkung.

Positiv für die Wintergerste ist, daß unsere Böden in der Regel jahrelang mit organischen Düngern versorgt sind und daher einen höheren Humusgehalt aufweisen. Humus kompensiert die Bodenwirkung von Herbiziden. Hinzu kommt die Vitalität der Gerste. Gibt es einen warmen Herbst und aufgrund des hohen Sauerstoffgehalts im Boden, müsste auch die Stickstoffversorgung gewährleistet sein, kann die Wintergerste auch einiges kompensieren.

Fazit: Auf jeden Fall vor der Saat so tief wie möglich grubbern oder bessere Böden pflügen

 

Wintergerste nach Weizen: Im Raum Schöntal, mit ausreichend Niederschlägen letzter Woche, sieht man wieviel Ausfallgetreide in diesem Jahr zu erwarten ist. Im Prinzip ist eine Wintergerste nach Winterweizen nur nach einer optimalen Pflugfurche möglich.

 

Winterweizen nach Winterweizen:

Die Böden sind noch extrem warm, auf keinen Fall Winterweizen nach Getreidevorfrucht zu früh säen. Schwarzbeinigkeit kann zu Totalausfall führen. Auch die Gefahr von Halmbruch ist in einem warmen Herbst erhöht. Die Saat auf jeden Fall nach der Muswiese durchführen.

Mit Latitude besteht die Möglichkeit der Beizung gegen Schwarzbeinigkeit.

 

Tel.Nr.: 01805 / 197 197 - 63
(Servicerufnummer mit besonderen Telefonverbindungsentgelten: 0,14 €/Min aus dem Festnetz der deutschen TelekomAG, Mobilfunk max. 0,42 €/Min).

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