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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz Ackerbau

Datum: 28.05.2018

Winterweizen Fusariengefahr

 

Wenn bei Temperaturen über 20 °C Niederschlag fällt und die Ähren bei Licht mindestens 12 Stunden nicht abtrocknen, besteht ein großes Risiko für Fusarieninfektionen

 

Die vorhergesagte Witterung in dieser Woche läßt eventuell Fusarieninfektionen zu. Nach Mais ist die Gefahr zwar zweifellos am größten, es sind aber auch Infektionen nach Erbsen, Getreide, Zuckerrüben, Raps möglich. In Extremjahren sind sogar Infektionen vom Nachbarschlag möglich.

 

Es gibt Sortenunterschiede: Empfindliche Sorten sind z.B.: Benchmark, Desamo, Julius, Nordkap, Partner, Pionier, Ponticus

 

Problematisch sind in diesem Jahr die kurze Pflanzenlänge und in dünnen Beständen sind viele Seitentriebe vorhanden, die später blühen und auch befallen werden können.

 

Fazit:

  • In diesem Jahr reicht das Temperaturniveau auch in den Höhenlagen des Hohenlohekreises für Fusarieninfektionen aus.
  • Die Sporenfallen in Ruckhardtshausen zeigen ausgereifte Sporen, die nur auf Niederschlag warten.

 

Termin: Wichtigster Parameter für den Erfolg der Bekämpfung.

Abhängig von der Blüte des Weizens. Wenn er heute schon richtig blüht, Haupttrieb voller Staubbeutel, wäre heute Abend ein guter Termin, morgen könnte es regnen????

Da die Staubbeutel sofort absterben, sind nachfolgende Applikationen nur noch begrenzt wirksam, also eher vorher fahren.

Ist die Blüte nur in der Mitte und noch vereinzelt vorhanden, ist es sinnvoll zu warten, Regen ist auch noch am Donnerstag möglich und dann sind Infektionen mit der Applikation heute Abend nicht mehr abgedeckt.

 

  • Beste Mittel nach Mais sind 2,5 l/ha  Osiris oder 1,0 l/ha Prosaro, um die Wirkung etwas zu erhöhen ist die Zumischung von DonQ möglich.
  • Ist noch kein Fungizid appliziert, wäre auch 1,25 l/ha Skyway Xpro möglich
  • Ist letzte Woche im Rüben/Rapsweizen ein Fungizid gefallen, wäre auch in der Blüte ein Tebuconazol-haltiges Azol oder Soleil, Ampera möglich.
  • Eine Soloanwendung von Taspa ist in dieser Woche nicht sinnvoll

 

 

Gelbrost nimmt im Hohenlohekreis zu, der erste Braunrost ist auch schon vorhanden. Während die Temperaturen für Braunrost ideal sind, fühlt sich Gelbrost eher bei Temperaturen unter 25 °C wohl.

Wichtig: Sind erste Gelbrostnester sichtbar, können sie sich trotz Applikationen mit Azolen, wegen der sogenannten Inkubationszeit, noch weiter ausbreiten.

 

Der Septoriapilz ist eher ein langsamer Vertreter und zwar an den älteren Blättern vorhanden (auf Nekrosen müssen sich braune Punkte befinden) wird aber in diesem Jahr den Ertrag nicht mehr sonderlich beeinflussen.

 

Sommergerste: Denken sie an die Ramulariabehandlung mit Amistar Opti oder Credo

In dieser Woche sind Ramulariainfektionen möglich.

 

Mais:

Wenn auch noch Mais aufläuft, sind große Unkräuter vorhanden, unbedingt fahren, bei diesen Temperaturen kann auch Mais im Keimblattstadium mit Herbiziden behandelt werden.

Roter gestresster Mais: In den meisten Fällen sind es Strukturschäden, die durch ein zu nasses Befahren des Schlages entstanden sind. Da Mais bekanntermaßen eine Hackfrucht ist, kann ein Hacken der verfestigten Maisfelder Wunder verbringen.

 


 

 

 

 

 

 



 

 

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